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Ein Unentschieden, das keiner Mannschaft hilft

Im ersten Spiel des Jahres 2016 und dem letzten Vorrundenspiel der Spielzeit haben die ersten Herren des ASV Dachau ein Unentschieden beim Eichenauer SV erzielt. In einer umkämpften Partie gelang es über weite Strecken keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen und so stand am Ende ein 24:24 (11:12) auf der Anzeigetafel.

Von Anfang an entwickelte sich ein enges, hart umkämpftes Match, wobei die Fanlager beider Teams für prächtige Stimmung auf der Tribüne sorgten. Dem Eichenauer SV, der viele Verletzungssorgen zu beklagen hat, war es vorbehalten, die erste Führung im Spiel zu erzielen, die aber schnell egalisiert werden konnte (1:1). Die Anfangsminuten waren auf beiden Seiten von Nervosität geprägt, Stellungsfehler in den Abwehrreihen wurden genutzt und sobald es einer Mannschaft gelang, in Führung zu gehen, glich die zurückliegende Mannschaft postwendend aus (3:3;5:5). Dann bekamen die Stadtwaldherren besseren Zugriff auf die Partie, zeigten sich konsequenter und stellten das erste Mal auf eine Zwei-Tore-Führung (5:7). Auch wenn in der Abwehr nicht alles funktionierte und es zu unglücklichen Gegentoren kam, fand man im Angriff immer die richtigen Lösungsmittel und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten zu schnellen Toren (6:8). Dem Gastgeber gelang es immer wieder, den Anschlusstreffer zu erzielen und obwohl die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon einige gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, war den Eichenauern mehr als der Anschlusstreffer nicht vergönnt (8:9). Im Anschluss stabilisierte sich die Deckung ein wenig und die Stadtwaldherren legten im Angriff eine Schippe drauf, um die erste etwas höhere Führung im Spiel zu rauszuwerfen (8:11). Doch nun kam etwas der Schlendrian ins Spiel der ASVler, man ging nicht mehr konsequent genug zu Werke und schon war der Gastgeber wieder dran (10:11). Kurz vor der Pause war beiden Mannschaften noch ein Tor vorbehalten und so verabschiedeten sich beide Teams mit einem knappen Spielstand in die Pause (11:12).

In der Pause wurden kleinere Mängel angesprochen. Die Abwehrarbeit sollte etwas intensiviert werden und mit der erhöhten Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss sollte man sich die sich bietenden Gelegenheiten nutzen. Und die Truppe um Trainer Martin Haider kam hellwach aus der Kabine, erhörte die Worte ihres Trainers und fand schneller ins Spiel zurück als der Gastgeber (11:15). Zwar erwachten dann auch die Eichenauer, doch es wurde weiterhin verbissen gekämpft und auch die Torhüter fanden ins Spiel (13:16). Kleinere Ungenauigkeiten im Abschluss und Stellungsfehler in der Abwehr sorgten dann für weitere zwei schnelle Tore des Gastgebers, die damit wieder ins Spiel zurückgefunden hatten (15:16). Die Stadtwaldherren nahmen den Kampf an (15:17), aber das Momentum war auf der Seite des Gastgebers, die von der guten Stimmung in der Halle angetrieben wurden und den Ausgleich erzielen konnten (17:17). Die Dachauer zeigten sich zunächst unbeeindruckt, erzielten zwei schnelle Tore und schienen wieder in die Spur gefunden zu haben (17:19). Die Nervosität war aber greifbar, keiner wollte im Gedanken an einen Fehler den entscheidenden Schritt gehen, der Gastgeber spielte weiterhin seinen Stiefel runter und konnte in der Folge das erste Mal seit Beginn der Partie wieder in Führung gehen (20:19). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, die Stadtwaldherren gaben sich nicht kampflos auf und erzielten ihrerseits wieder eine Führung (20:21), um dann wieder den Ausgleichstreffer zu kassieren (21:21). Es war also angerichtet für spannende Schlussminuten, wo jeder Treffer der Letzte sein konnte. Die Gäste konnten vorlegen (21:22), der Gastgeber ausgleichen (22:22) und das wiederholte sich auch in der folgenden Sequenz (23:23). Als die Stadtwaldherren den erneuten Führungstreffer erzielten (23:24), schien man zumindest einen Punkt schon sicher zu haben und konzentrierte sich voll aufs Abwehrgeschehen. Der Gegentreffer war nicht zu verhindern (24:24), dennoch blieben gut zwanzig Sekunden Zeit, um den Siegtreffer zu erzielen. Unerklärlicherweise entschieden die ansonsten souverän leitenden Schiedsrichter Balogh/Nerl (FC Bayern München) bei einer unglücklichen Situation auf Freiwurf für den Gastgeber, der in den verbliebenen fünf Sekunden aber keinen Torwurf mehr zustande brachte.

Dem Spielverlauf nach ein gerechtes Unentschieden, die Stadtwaldherren konnten die sehr gute Phase nach der Halbzeit nicht ausnutzen, um sich weiter abzusetzen und man scheiterte zu häufig in der gesamten Partie am gegnerischen Torhüter. Das, und eine Abwehr, die nicht aggressiv genug zu Werke ging, führte schließlich zu diesem Unentschieden. Ein Unentschieden, das keiner Mannschaft so wirklich weiterhilft, denn somit ist das Mittelfeld der Tabelle noch weiter zusammengerückt und die Tabellenkonstellation verspricht eine äußerst spannende Rückrunde.

Vielen Dank an die vielen mitgereisten Fans, die die Mannschaft unterstützt haben und für eine tolle Stimmung sorgten. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Christian Pröll im Tor; Maxi Hauß (1), Julian Hagitte (3), Matthias Fuchs (3), Marcin Szulc (9), Kilian Schwalbe (2), Ferdi Hauß (3), Benedikt Hagitte (3), Viktor Schwalbe, Stefan Pröll, Mathias Hubrich, Rene Sperrer und Maxi Walk.

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