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Selbst geschlagen

Die ersten Herren des ASV Dachau haben auch das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr verloren und mussten sich am dem letzten Aufsteiger SG Süd/Blumenau geschlagen geben. Eine verkorkste erste Halbzeit brachte die Stadtwaldherren früh ins Hintertreffen (19:13) und auch das kämpferische Aufbäumen in der zweiten Halbzeit wurde am Ende nicht belohnt (34:31).

Die Truppe um die beiden Trainer Markus Wuttke/Holger Hauft wollte sich nach zuletzt ordentlichen Leistungen weiter stabilisieren, während die Gäste ihren Platz im Mittelfeld festigen wollten. Die Dachauer waren auch von Anfang an hellwach, gingen früh in Führung (0:2) und erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Auch jetzt fand der Gastgeber ins Spiel, konnte seinerseits in Führung gehen (3:2) und nach dem erneuten Ausgleich einen ersten Lauf starten. Dieser Lauf ermöglichte es ihnen, eine erste größere Führung zu erspielen (7:3). In dieser Phase zeigte sich das Dilemma, was sich über den gesamten Spielverlauf nicht mehr ändern sollte. Die erspielten Chancen wurden zumeist fahrlässig vergeben, die Abwehr bekam keinen rechten Zugriff auf das Spiel und auch die Torhüter keine Hand an den Ball. Auch das Spiel der Blumenauer war nicht fehlerlos, die Gäste wieder in Schlagweite (7:5). Beide Mannschaften versuchten durch schnelles Spiel zu einfachen Toren zu gelangen und vernachlässigten dabei die Stabilität in der Defensive (8:5). Doch die Dachauer waren wieder im Spiel, versuchten die Räume in der Deckung enger zu machen und auch die Offensive funktionierte jetzt etwas besser (8:7). Ab diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf Augenhöhe, der Gastgeber stellte zwar immer wieder auf die Zwei-Tore-Führung, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und blieben dran (9:7;11:9;12:11). Kleine Fehler schlichen sich in das Spiel der Dachauer, die sofort bestraft wurden und die nächste höhere Führung auf der Anzeigetafel zu lesen war (14:11). Dem erneuten Anschlusstreffer (14:12) folgte die obligatorische Schwächephase in der ersten Halbzeit, in der die Blumenauer vier Tore in Folge erzielen und sich erstmals deutlicher absetzen konnten (18:12). Weiterhin unkonzentrierte Abschlüsse, der eine oder andere technische Fehler und eine unorganisierte Defensive waren die Gründe für die hohe Führung der Blumenauer, die sich in ihren Aktionen stabiler präsentierten und die Fehler ausnutzten. Auf beiden Seiten fiel in der Folge noch ein Treffer und dann ertönte die Sirene zur Halbzeitpause (19:13).

Die Halbzeitansprache von Trainer Martin Haider fiel kurz und prägnant aus, er sprach die Mängel in seinem Team an, betonte aber auch die vielen guten Aktionen, die lediglich erfolglos geblieben waren. Die Stadtwaldherren wussten um ihre durchschnittliche Leistung und wollten sich auch den mitgereisten Zuschauern gegenüber besser präsentieren. Wie schnell es im Handball gehen kann, zeigte die Anfangsphase der zweiten Halbzeit, in der die Gäste hellwach aus der Kabine kamen und schnelle Tore erzielten (19:17). Innerhalb weniger Minuten war somit der Anschluss erreicht und noch genügend Restspielzeit vorhanden. Die herausgespielten Chancen wurden genutzt und auch die Abwehr arbeitete im Verbund um Einiges besser. Auch für den Gastgeber fielen die ersten Tore im zweiten Durchgang (21:17), in diesem Abstand wogte das Spiel in der Folge hin und her. Die Gäste konnten verkürzen, doch wirklich nahe kamen sie der SG zunächst nicht (22:19;24:20). Der Kampfgeist wurde noch einmal gestärkt, in der Abwehr wurde mehr für den Anderen gearbeitet und durch Ballgewinne und schnelle Vorstöße erzielten die Stadtwaldherren kurz darauf den Anschlusstreffer (24:23). Damit war das Spiel wieder offen, doch der Gastgeber zeigte sich unberührt. Der ASV hatte zwar die eine oder andere Möglichkeit zum Ausgleich, doch überhastete Abschlüsse und technische Fehler führten zu weiteren Toren der Heimmannschaft, die wieder wegziehen konnten (26:23). Den nächsten Treffer der Gäste konterte die Spielgemeinschaft mit vier Toren und stellte somit wieder den alten Abstand her (30:24). In kämpferischer Hinsicht kann man den Dachauern keinen Vorwurf machen, sie ließen sich trotz des hohen Rückstandes nicht entmutigen und konnten wieder verkürzen (31:28). Es war weiterhin noch genügend Zeit auf der Uhr, doch in den Schlussminuten musste alles passen, um noch etwas mitzunehmen. Der Abstand konnte nicht gravierend verringert werden und es lief dann doch langsam die Zeit davon (32:29). Mit dem nächsten Treffer für den Gastgeber dachten fast alle schon an die Entscheidung (33:29), doch eine Manndeckung und schnelle Ballgewinne sorgten dafür, dass die Stadtwaldherren wieder den Anschluss schafften (33:31). Und tatsächlich, die Blumenauer zeigten Nerven und leisteten sich einen technischen Fehler, der die Gäste mit gut vierzig Sekunden Restspielzeit noch einmal in Ballbesitz brachte. Doch der gegnerische Torwart hatte was gegen einen spannenden Showdown, parierte einen relativ freien Wurf und so war das letzte Tor der Spielgemeinschaft vorbehalten (34:31).

Die ersten Herren zeigten wieder einmal zwei Gesichter. Das eine Gesicht, das sich in kämpferischer Hinsicht stark präsentierte und auch spielerisch zu überzeugen wusste. Das andere Gesicht, das erhebliche Schwachstellen in der Abwehr offenbarte und im Angriff die sich bietenden Gelegenheiten nicht zu nutzen wusste. Die zwei kurzen Schwächephasen in beiden Halbzeiten machten dann einen Auswärtssieg schwer greifbar, wobei hier auch zu sagen gilt, dass sich die Spielgemeinschaft Süd/Blumenau als starker Aufsteiger präsentierte, eine durch die Bank gute Leistung zeigte und zurecht in den letzten Spielen für Aufsehen gesorgt hatte. Die beiden Schiedsrichter Markus Kauth (SC Unterpfaffenhofen/Germering) und Andre Kolb (TSV Olching) hatten ein kämpferisches, aber zu jeder Zeit faires Spiel absolut im Griff und boten eine souveräne Leistung.

Für den ASV spielten: Valentin Hagitte, Christian Pröll und David Braun im Tor; Maxi Hauß (2), Viktor Schwalbe (2), Alex Meckl (3), Julian Hagitte (2), Matthias Fuchs (14/3), Marcin Szulc (1), Kilian Schwalbe (3), Ferdi Hauß (1), Maxi Walk (1), Benedikt Hagitte (2) und Rene Sperrer.

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Katherine schrieb am 16.02.2017 um 06:08:05

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