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Zwei erkämpfte Punkte

Die ersten Herren des ASV Dachau haben nach der Niederlage bei der SpVgg Altenerding (30:25) eine Trotzreaktion gezeigt und sich in der heimischen Georg-Scherer-Halle zwei wichtige Punkte erkämpft. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (18:17) stellte ein Lauf Mitte der zweiten Halbzeit die Weichen auf Sieg und die Stadtwaldherren besiegten die Gäste aus Memmingen am Ende mit 37:32.

Der TV Memmingen um Trainer Reinhold Weiher kam mit ordentlichem Selbstbewusstsein an den Stadtwald, nach schwierigem Saisonstart mit einigen Niederlagen fuhr der TV zuletzt zwei Siege in Folge ein und wollte den Trend auch gegen den ASV bestätigen. Die Dachauer hingegen wollten den vielen anwesenden Zuschauern das Gesicht präsentieren, was sie zuhause in den letzten Spielen so stark gemacht hat und eine Reaktion auf die verlorene Partie in Altenerding zeigen. Mit voller Konzentration und höchstem Einsatz ging man also die Partie an und konnte sogleich auch in Führung gehen (2:0) und diese daraufhin aufbauen (4:1). Doch die Gäste nahmen ihr Selbstvertrauen mit, fingen sich relativ schnell und nach wenigen Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen (5:5). Was sich hier schon den Zuschauern bot, sollte sich im weiteren Verlauf der Partie bestätigen. Denn sowohl die Abwehrreihen beider Mannschaften als auch die Torhüter bekamen nie so recht einen Zugriff auf die Partie, was sich am Ergebnis auch widerspiegelt. In der folgenden Phase dann immer ein ähnliches Muster, die Dachauer konnten vorlegen und erspielten sich häufig eine Zwei-Tore-Führung, die die Gäste im Anschluss verkürzen konnten (7:5;8:6;9:7;10:8), doch der Ausgleich sollte ihnen nicht gelingen. Kleinere Fehler wurden sofort bestraft und Mitte der ersten Halbzeit sah man sich auch mal mit drei Toren in Front (13:10). Auch dieser Abstand konnte gehalten werden (15:12;16:13), ehe es die unermüdlich kämpfenden Memminger schafften, die Defensive der Stadtwaldherren das eine oder andere Mal mehr auszuhebeln und wieder dran waren (16:15). Ab jetzt wogte das Spiel hin und her und der Gastgeber schaffte es nicht mehr, vor der Pause wegzuziehen und so gingen beide Teams mit einem knappen Ergebnis in die Kabinen (18:17). Obwohl die Fehlerhäufigkeit auf beiden Seiten immernoch recht hoch war, sahen die Zuschauer eine muntere Partie in der ersten Halbzeit, sehr zum Leidwesen der beiden Trainer. Beide Abwehrreihen fanden überhaupt nicht statt, lediglich die Offensive funktionierte.

Trainer Martin Haider forderte in seiner Halbzeitansprache, den Fokus mehr auf die Defensive zu legen und kompakter zu stehen, um so über die zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen. Und seine Mannen ließen Taten folgen, die Abwehr stabilisierte sich und nach anfänglichem Abtasten (20:18) sorgte ein kleiner Lauf für den bisher höchsten Zwischenstand der Partie (24:18). In dieser Phase packte die Abwehr beherzter zu, auch die Torhüter fanden etwas besser in die Partie und die Torabschlüsse waren weiterhin so konsequent und effizient wie noch im ersten Durchgang. Zunächst konnte der Abstand eingehalten werden (25:19), bis auch die Gäste einen kleinen Lauf starteten und das Ergebnis wieder offen war (25:22). Zuviele technische Fehler verhinderten eine vorzeitig beruhigende Führung und die Gäste ließen sich nicht abschütteln (27:24). Dennoch merkte man, dass der TV Memmingen für einen Torerfolg wesentlich mehr investieren musste als die Stadtwaldherren. Ausgelassene Chancen der Gäste wurden weiterhin konsequent bestraft und nach zwei Gegenstößen sah das Ergebnis wieder besser aus (29:24), wenige Augenblicke später war die beruhigende Fünf-Tore-Führung immernoch vorhanden (31:26). Durch eine sichere Abwehr und konsequentem Gegenstoßspiel folgte der vorentscheidende Lauf, der sowohl die Spieler auf der Platte und auf der Bank als auch die Zuschauer auf der Tribüne jubeln ließ (35:26). Die höchste Führung war erreicht, doch der Gast steckte nicht auf und konnte abermals verkürzen (36:29). Das letzte Tor für die Stadtwaldherren fiel (37:29) und im Gefühl des sicheren Sieges kamen Nachlässigkeiten in das Spiel des Gastgebers, was die Memminger noch zu einer Ergebniskosmetik nutzten (37:32).

Hart erkämpfte zwei Punkte für die Dachauer, die sich zwar über weite Strecken der Partie mit den kämpferisch gut dagegenhaltenden Gästen schwer taten, sich aber nicht aus der Fassung bringen ließen und am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg einfuhren. Dass nicht alles Gold war, was glänzte, spiegelt auch das Ergebnis wieder und so gilt es für die Stadtwaldherren, in einer intensiven Trainingswoche an den Schwachstellen zu arbeiten und sich auf das schwierige Auswärtsspiel bei der SG Süd/Blumenau am kommenden Sonntag (16:10 Uhr) vorzubereiten.

Für den ASV Dachau spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maxi Hauß (1), Viktor Schwalbe (2), Julian Hagitte (10/2), Rene Sperrer 1, Matthias Fuchs (6), Marcin Szulc (3), Kilian Schwalbe (4), Maxi Walk (4), Benedikt Hagitte (6), Alexander Meckl und Ferdi Hauß.

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