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Auswärtsfluch beendet

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Auswärtsspielen haben die ersten Herren des ASV Dachau ihren Auswärtsfluch beendet und die ersten beiden Auswärtspunkte in der laufenden Landesliga-Saison eingefahren. Im Nachholspiel, dem einzigen Spiel der Liga an diesem Wochenende, erspielten sich die Stadtwaldherren einen ungefährdeten Erfolg (23:32) bei der Reserve des TSV Friedberg und konnten damit ihre Position im Mittelfeld festigen (Platz 7, 8:6 Punkte), während Friedbergs Zweite im Tabellenkeller feststeckt (Platz 12, 3:11 Punkte).

Die Mannen um Trainer Martin Haider wollten anders als in den Auswärtspartien zuvor von Anfang an hellwach auftreten, die Stimmung der zahlreich mitgereisten Anhänger aufnehmen und mit einer stabilen, aggressiven Deckung den Grundstein für eine erfolgreiche Partie legen. Zwar ging der Gastgeber in Führung, doch das schnelle Spiel der Dachauer zeigte bereits früh seine Wirkung und schon sahen die Fans ihr Team vorne (1:3). Den erneuten Anschluss konterten die Gäste mit einem weiteren schnellen Tor (2:4) und nach diesem Prinzip ging es erstmal eine Weile weiter. Friedberg schaffte den Anschluss, im Gegenzug trafen die Dachauer (3:5). Nach einem weiteren Anschlusstreffer dann zwei Tore in Folge (4:7) und man sah in diesen Minuten, dass die Herzogstädter für einen Torerfolg mehr Kraft aufbieten mussten als die Stadtwaldherren. Gestützt auf ein stabiles Defensivverhalten konnten sich auch beide Torhüter auszeichnen und der Gast war im Verbund in dieser Phase kaum zu überwinden (5:8). Friedberg schaffte den erneuten Anschluss (6:8), bevor die Dachauer einen Lauf starten konnten, weil defensiv für den Nebenmann gekämpft wurde und im Angriff die Trefferquote hoch war (6:12). Hierbei zeigte der Angriff eine durchdachte und spielerisch gute Leistung mit wenig technischen Fehlern und kaltschnäuziger Effizienz. Dann kam ein wenig der Schlendrian in das Spiel der Gäste und das wurde sofort bestraft (9:13), doch im Gegensatz zu den Auswärtspartien zuvor fingen sich die Stadtwaldherren sehr schnell, spielten wieder ihren Stiefel und ließen bis zur Halbzeitpause keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Dafür lief aber der Angriff und die sich bietenden und erspielten Gelegenheiten wurden hochprozentig genutzt, wodurch es mit einer beruhigend hohen Pausenführung in die Kabinen ging (9:17).

Der allgemeine Tenor in der Halbzeitpause war, nicht nachzulassen, die Konzentration weiterhin so hoch zu halten, um nicht unnötig in Bredouille zu kommen und es tunlichst zu vermeiden die Friedberger aufgrund schneller Tore nochmal ins Spiel kommen zu lassen. Zunächst aber schien genau das zu passieren, denn der Gastgeber konnte schnell verkürzen (11:17), ehe es den Gästen gelang, ihr erstes Tor in der zweiten Halbzeit zu erzielen (11:18). In den nächsten gut zehn Minuten lief es dann in der Friedberger Sporthalle immer nach dem gleichen Muster ab. Friedbergs Zweite um Trainer Dieter Braun, verstärkt durch einige A-Jugendliche, die im direkten Spiel davor ebenfalls ein Punktspiel bestritten und somit etwas müde waren, erzielte durch Unachtsamkeiten in der Dachauer Defensive fast in jedem Angriff einen Treffer. Bedingt durch etliche Wechseleien auf Dachauer Seite stimmte die Abstimmung nicht mehr so wie noch in der ersten Hälfte und so machte man es dem Gastgeber teilweise zu einfach zum Torerfolg zu kommen. Im Gegenzug fiel dann aber häufig der direkte Gegentreffer, sodass sich das Spiel bei einem Abstand zwischen sechs und sieben Toren einpendelte (13:19; 14:21; 16:22). Mitte der zweiten Halbzeit dann stabilisierte sich die Defensive etwas und mit schnellen Treffern sorgte man für eine erste Vorentscheidung (16:26). Die Friedberger steckten nicht auf und konnten abermals verkürzen (18:26), doch auch die Dachauer nutzten ihre Möglichkeiten, auch wenn der Angriff durch die vielen Wechsel ein wenig ins Stocken geriet (18:28). Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel entschieden und wenige Augenblicke auch der höchste Zwischenstand erreicht (19:30). Friedbergs Zweite kämpfte sich noch einmal in den einstelligen Bereich (23:31), zu viele Nachlässigkeiten und technische Fehler kamen jetzt in das zuvor recht souveräne Spiel der Dachauer, aber das letzte Tor war den Gästen vorbehalten und der erste Auswärtssieg unter Dach und Fach (23:32).

In einem trotz vieler Zeitstrafen sehr fairen Spiel, das souverän von den beiden Schiedsrichtern Graf/Nowara (TSV Vaterstetten)geleitet wurde, präsentierten sich die Stadtwaldherren von Beginn an hellwach und zeigten eine sehr starke erste Halbzeit. Aufgrund der vielen Wechsel kam zwar das Spiel der Gäste im zweiten Abschnitt etwas ins Stocken, größere Schwächephasen erlaubte man sich aber nicht und so war der erste Auswärtserfolg auch zu keinem Zeitpunkt gefährdet und am Ende verdient. Ein großer Dank geht noch an die vielen mitgereisten Zuschauer, die klar in der Überzahl waren und ihr Team über sechzig Minuten anfeuerten - Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Christian Pröll im Tor; Maxi Hauß (2), Viktor Schwalbe (3), Mathias Hubrich (1), Julian Hagitte (4/2), Rene Sperrer (1), Matthias Fuchs (4), Marcin Szulc (3), Kilian Schwalbe (1), Ferdi Hauß (5), Maxi Walk (4), Benedikt Hagitte (4) und Stefan Pröll.

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